File Recovery

Der PluginBuilder am Beispiel mit
PCI FileRecovery 3

Der Papierkorb von Windows ist eine vernünftige Lösung, aber dann hat man ihn doch einmal zu voreilig geleert. Jetzt ist guter Rat echt teuer oder man nehme das kostenlose Tool zur  Wiederherstellung von gelöschten Dateien PCI File Recovery 3 von Convar. Es ist eine gute Alternative zu den kostenpflichtigen Programmen. Bei mir tut dieses Werkzeug seit einigen Monaten klaglos seine Arbeit und ist manchmal der letzte rettende Strohhalm.

Wichtig ist, je früher wir mit dem Versuch einer Wiederherstellung beginnen, desto größer sind die Aussichten zum Gelingen des Vorhabens. Noch besser ist natürlich, wenn wir die HD sofort aus dem  aktiven Betrieb nehmen. Leider ist ein solches Vorgehen bei einem Startlaufwerk kaum möglich, es sei denn, wir bauen die HD in einen zweiten PC (wer hat den schon) oder wir benutzen sofort eine BartPE mit File Recovery darauf.

Für die Erstellung eines PlugIn für PCI File Recovery 3 benutzen wir in diesem Fall den PlugInBuilder von PapaTomTom ;-).

Zuerst drücken wir im Menü auf Registrierung und wählen den Punkt "HKEY_CURRENT_USER\Software". Im Feld rechtsunten suchen wir jetzt in der Liste den Eintrag von Convar und klicken ihn an.

Achtung:Wird dieser Eintrag noch nicht gefunden, obwohl das Programm auf der HD installiert ist, solltet Ihr auf alle Fälle FileRecovery aufrufen, seine Optionen festlegen und diese speichern. Dann werden die Registryeinträge gefunden.

Weiter auf Versionsnummer klicken und es zeigen sich links oben alle Einträge in der Registry. Nun benutzen wir im Menü PlugIn den Punkt Erstelle PlugIn..., Unterpunkt Erstelle ein normales PlugIn. Wir werden aufgefordert das Verzeichnis des Programmes zu suchen und umittelbar darauf wählen wir auch alle Dateien welche zum unmittelbaren Programmlauf gehören.

Beim späteren Test würden wir feststellen, das die Datei INT13EXT.VXD fehlt, welche sich im Verzeichnis \Windows\system32\ befindet. Diese Datei geben wir durch Aufruf in [neue Datei] an.

Im nächsten Fenster tragen wir in der obersten Zeile den Namen des Verzeichnisses für unser Plugin ein, der dann auch gleichzeitig der Name des PlugIn ist und natürlich euren eigenen Namen. Im Listenfeld darunter achtet bitte darauf, das die zuständige EXE-Datei auch aufgerufen wird.

Eine Besonderheit hat das Feld Menü-Gruppe. Hier kann ein vorhandener Menüzweig entweder bestätigt oder ein ganz neuer Zweig erstellt und später benutzt werden. Letztlich müssen wir noch den Titel des Programmes in [Menü-Eintrag] festlegen.
Wichtig ist noch die Aktivierung der Option: Kopiere gewählte Dateien ins plugin,  sonst sucht ihr dort die Dateien vergebens und beschuldigt den Autor des Programmes.

Haben wir auf [Weiter] geklickt, erscheint der einfache, aber ausreichende HTML-Editor für die Hilfedatei. Den füllen wir nach dem Muster einer anderen Hilfedatei aus.
Noch ein Tip von mir:
Diese Datei läßt sich später hervorragend mit dem Composer des Mozilla bzw. Netscape bearbeiten und korrigieren.

Gewissenhafte User können durch Aktivierung der Option Datei-Liste einfügen alle Dateien, welche Verwendung finden, automatisch namentlich erfassen und als Liste anfügen. Bei diesem kleinen Projekt erübrigt sich das. Bei Größeren sollte man es allerdings tun.

Wer jetzt auf [erstellen!] klickt und keine Fehlermeldung erhält, wird nach dem Brennen der nächsten Zusammenstellung seiner persönlichen PartPE das Tool unter “Programs” eingebunden vorfinden.

Für User, welche sich in der Anwendung des PluginBuilder nicht ganz sicher sind oder ihr Ergebnis mit dem Meinem vergleichen oder einfach abkopieren wollen (letzteres ist nicht empfehlenswert), hier der Text der drei Dateien:

FileRecovery.inf

; PE Builder v3 plug-in INF file for FileRecovery
; Created by Manfred Fiebig
; This inf-file was generated by the PluginBuilder
; Copyright by PapaTomTom Software

[Version]
Signature= "$Windows NT$"

[PEBuilder]
Name="FileRecovery"
Enable=1
Help="FileRecovery.htm"

[WinntDirectories]
a="Programs\FileRecovery",2

[SourceDisksFiles]
files\Filerecovery.exe=a,,3
files\Filerecovery.ico=a,,3
files\help.chm=a,,3
files\INT13EXT.VXD=a,,3

[Append]
nu2menu.xml,FileRecovery_nu2menu.xml

FileRecovery_nu2menu.xml

<!-- Nu2Menu entry for FileRecovery -->

<NU2MENU>

   <MENU ID="PC Inspector">

       <MITEM TYPE="ITEM" DISABLED="@Not(@FileExists(@GetProgramDrive()\Programs\FileRecovery\Filerecovery.exe)) " CMD="RUN" FUNC="@GetProgramDrive()\Programs\FileRecovery\Filerecovery.exe">File Recovery</MITEM>

   </MENU>

</NU2MENU>

FileRecovery.htm

<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN">
<html>
<head></head>
<body dir="ltr" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><i>PE Builder v3 plugin</i></p>
<hr>
<h1>PC Inspector File Recovery 3</h1>
<a href="http://www.convar.de/" target="_blank ">File Recovery</a><br>
von Convair ist ein kommerzielles Tool zur Wiederherstellung gelöschter Dateien. <br>
Zur Funktion benötigt das Programm aus dem Verzeichnis Windows\System32 die <br>
Datei INT13EXT.VXD. Diese wird nach (PlugInName)\files\ kopiert. File Recovery <br>
wurde von Anfang 2003 bis Mitte 2004 den CD's vieler Fachzeitschriften der <br>
unterschiedlichsten Verlage als Freeware aufgebrannt. Wird das PlugIn ohne <br>
PluginBuilder erstellt, werden alle Programmdateien nach (PlugInName)\files\ kopiert.
<hr>
<p><i>PE Builder Copyright (c) 2002-2003 Bart Lagerweij. All rights reserved.</i></p>
</body>

Hier seht ihr das Tool in Aktion.
Achtung: Während seiner Arbeit duldet es kein anderes Programm im Speicher. Deshalb war ein Screenshot in einer späteren Situation auch nicht möglich. Ist ja auch richtig so, denn dieses weitere Programm könnte ja auf die Festplatte zugreifen und die zu rettenten Dateien vollends zerstören.

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