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Alternative zum Campingplatz

Orsinge-Nenzinge hat sich entschieden
Zwischen was eigentlich und über was wurde abgestimmt?

Meiner Ansicht nach wurde bisher reichlich geschwätzt, genügend Geld aus dem Rathaus- und anderen -fenstern geworfen sowie mehr Steuergelder als zuträglich verpulvert. Auch wurden Einwohner wegen ihrer andersartigen Meinung beschimpft, verleumdet und bedroht (Webseite ist bekannt). Nun sollten wir wirklich mal ernsthaft diskutieren. Noch ist es nicht zu spät. Scham hilft uns gleich gar nicht

Aus der Sicht der Mathematik haben die Befürworter des Campingplatzes einen Sieg davon getragen. Sie können stolz ihre Stimmen zählen. Die Bedenken der Gegner wurden jedoch nicht aus der Welt geschafft und was noch ein wesentlicher Fakt ist:

Orsingen-Nenzingen hat sich in den Nachbargemeinden wiedermal unsterblich lächerlich gemacht.

Dann wurde noch zu allem Überdruss eine unwürdige Siegesfeier zelebriert, so wie im Singener Wochenblatt (Stockacher Ausgabe) vom 04.10. auf Seite 1 vermeldet wurde. Ging es hier um den Sieg menschlicher Vernunft oder um die Zurschaustellung einer Machtposition? Selbst in diesem Moment wurde von offizieller Seite keine Alternative erwähnt. Es wurde also auch keine Alternative in Betracht gezogen. Damit hatte Otto Normalo auch keine Wahl. Er wurde hintergründig gefragt: Bist du für oder gegen und wer will schon gegen sein.

Zudem die Frage auch völlig falsch gestellt war und ein juristisches Nachspiel haben könnte (so man wolle). Letzteres würde nun auch wieder ein Griff in die Gemeindekasse bedeuten. Ich möchte es weitestgehend vermeiden und appelliere nochmals an die Sachlichkeit und Vernunft erwachsener Menschen.

Die Frage hätte viel mehr lauten sollen:
Unterstützen sie den Verkauf von Grundstücken zum Zweck der Besiedlung aus dem Besitz der Gemeinde und um aus dem Erlös für alle Bewohner eine sichere ökonomische Grundlage zu schaffen?

Die Beantwortung wäre keinem Einwohner unserer Doppelgemeinde schwer gefallen und hätte vermutlich auch niemals votiert werden müssen. Leider wurde niemals darüber ernsthaft diskutiert, ob es nicht auch andere Möglichkeiten gibt. Einwohner, die darauf verwiesen, wurden siehe 1. Absatz und so konnte nur zwischen einem Campingplatz und keinem Campingplatz entschieden werden.

Stellen wir nun die Frage, was wohl den meisten Einwohnern, aus meiner Sicht, also aus der eines pensionierten Betriebswirtes, genutzt hätte? Vor einigen Jahren haben die Landwirte unsere beiden Dörfer und ihrer Vorwerke diese Frage schon beantwortet. Kann sich wirklich keiner erinnern? Die Antwort wurde erstmals laut gestellt, als die Viehwirte vor einiger Zeit mit dem “Schwert des Damokeles BSE” zu kämpfen hatten. Sie behaupteten ernstlich, das eine naturnahe landwirtschaftliche Produktion am ehesten ihrem Existenzkampf unterstützen kann.

Ihre Vorschlag hiess:
Energiegewinnung aus erneuerbaren Rohstoffen.

Hey, klingt das nicht irgendwie bekannt? Lesen wir das nicht ständig in der Presse und wird das nicht fast täglich im TV publiziert? Wird dies nicht auch von EU, Bund, Ländern und Landkreis finanziell gefördert und unterstützt? Wurden nicht schon Gemeinden wie beispielsweise Jühnde (S-H) u.a. bekannt, die ihren gesamten Energiebedarf aus eigener Erzeugung mittels erneuerbaren Energieträger bestreiten. Geht das nicht auch in O-N? Zumindest gibt es eine grössere Privatinitiative im Tal der Stockacher Aach. Reicht das schon für ein Feigenblatt?

War das nicht eine der Forderungen auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm und wurden für ihr öffentliche Bekenntnis nicht hunderte junge Menschen in Gitterboxpaletten  gesperrt, mit Schlagstöcken verprügelt, sogar mit Tornado-Kampfflugzeugen und Kampfhubschraubern bedroht sowie mit Tränengas körperlich verletzt?

Ist das alles schon vergessen und blieben nur paar vermummte Steinewerfer in der Erinnerung haften? Hatte nicht unsere Kanzlerin uns allen ein Versprechen gegeben?
Wir müssen die Beschlüsse verwirklichen, nicht irgend eine Regierung in ehemals
Deutsch-Südwest oder Samoa (falls das so verständlicher klingt)

Was zählt nun alles zu den ungenutzten Rohstoffen:
1. Brach liegende bzw. ungenutzte Agrar-, Weide- und Freizeitflächen
2. Krankes Schnittholz, Unterholz und Gestrüpp aus den Wald der Gemeinde und Anlieger.
3. Mist und Gülle der Viehbauern
4. Bioabfälle aus den Haushalten
5. Rasenverschnitt von den Sportflächen und Obstplantagen der Umgebung
6. Bioabfälle vom Stockfelder Hof, die bisher nur im Wald verkippt wurden.
7. Holzabfälle aus der Pflege der Obstplantagen.
fällt mir so auf Anhieb ein. Ich bin überzeugt, das es noch wesentlich mehr ist. Eigentlich zählt alles, was die Natur entbehren kann und dessen Entnahme ihr keinen Schaden zufügt. Landwirte und Forstleute wissen was das ist.

Worin bestände nun der Nutzen:
1. kostengünstiges Heizgas aus eigenem Aufkommen
2. Fernwärme für viele Haushalte der Gemeinde
3. Erzeugung von Elektroenergie in eigenem Kraftwerk und Einspeisung ins öffentliche Netz
4. Herstellung von Biotreibstoffen (Äthanol ist Flugzeugsprit!)
5. Bei Überproduktion Verkauf an Händler und Weiterverkäufer
6. Sichere und saisonunabhängige Arbeitsplätze im Werk
7. Saubere Wälder ohne kranke Bäume
8. Gepflegte Sport- und Freizeitanlagen
9. Geringere Kosten für die Hausmüllentsorgung
10. Verkauf von sauberen Biodüngemittel an Landwirtschaft, Gartenbau und Kleingärtner
11. Ansiedlung von Nachfolgegewerbe der einschlägigen Branche

Auf Grund der vermehrten Steuereinnahmen wäre wohl auch eine standesgemässe Sportanlage für die Mitglieder des SV Orsingen-Nenzingen kein unüberwindliches Hindernis mehr und würde nicht nur zum Stimmenfang von Befürwortern eines nutzlosen Campingplatzes dienen. Sie könnte bedenkenlos finanziert werden.

Aber eben alles der Reihe nach und nicht das Pferd am Schwanz zäumen. Genau an dieser Stelle wurden Versprechungen gemacht, die vom Gedeih und Verderb des Campingplatzes abhängig sind.

Sollten zufällig Bewohner unserer Gemeinde und der Nachbargemeinden hier in
Hinterwäldlers Home vorbeikommen und eine ähnliche oder ganz andere Meinung besitzen, so wäre ich für ein Feedback im Besucherbuch dankbar. Ich bin überzeugt, das auch der Gemeinderat und die Mitarbeiter des Rathauses hin und wieder einen Blick wagen und das lesen.

Anonyme oder beleidigende Einträge werden übrigens gnadenlos gelöscht. Dafür habe ich kein Verständnis und letztlich bin ich laut Gesetz auch für die Inhalte der Einträge des Besucherbuches laut Gesetz verantwortlich.

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